Gründung der Initiative Seelengärten

Aussaat

Die Initiatorinnen

Keya Choudhury, Hannah Lisa Linsmaier und Tina Dietz beschlossen im April 2015, aufbauend auf den Erfahrungen im Gemeinschaftsgarten himmelbeet und vor dem Hintergrund der aktuellen Zuwanderungsthematik die Initiative Seelengärten zu gründen.

Die Initiative Seelengärten

Die Initiative Seelengärten hat sich zur Aufgabe gesetzt, Geflüchteten die Ankunft in Deutschland zu erleichtern, indem sie Gemeinschaftsgärten in Flüchtlingsunterkünften entwickelt.

Urbane Gärten liegen im Trend und bieten Menschen unabhängig von Herkunft, Alter, Bildung und Fähigkeiten eine Oase, in der sie entspannen, auftanken und entdecken können.

Der soziale urbane Garten himmelbeet in Berlin Wedding ist ein gelungenes Beispiel für nachbarschaftliches Engagement und die Teilhabe unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen. Kernstück des Gartens sind 150 mobile Pacht- und Gemeinschaftsbeete, die von Privatpersonen, Schulklassen, Menschen mit Behinderungen, Geflüchtete, Seniorengruppen etc. genutzt und bewirtschaftet werden. Austauschen, Gestalten, Lernen voneinander und gemeinsam Wachsen stehen dabei im Mittelpunkt.

Vor dem Hintergrund der positiven Erfahrungen der letzten drei Jahre möchten wir die Idee der mobilen Gärten als Ort der Verarbeitung traumatischer Erlebnisse und persönlichen Wachstums verbreiten und bieten ein Gesamtpaket, bestehend aus dem partizipativen Aufbau und der Pflege eines mobilen Gartens, der psychosozialen Begleitung und interkulturellen Schulungen an.

Für wen möchten wir eine Perspektive schaffen?

Geflüchtete, die ihr Land verlassen mussten und dabei Familie, Freunde, Haus und Hof hinter sich gelassen haben, entwurzelt und traumatisiert sind, können in besonderem Maße von solchen Oasen profitieren. Indem sie einen Garten aktiv mitgestalten, aufbauen und pflegen, erhalten sie eine Aufgabe, die sie für einen Moment ihre Sorgen vergessen lässt und über ihre aktuelle unsichere Situation hinwegtröstet. Sich gemeinsam der Gartenarbeit zu widmen, schafft Raum, um sich aus der Isolation zu bewegen und sich auszutauschen. Menschen, die noch keinen festen Aufenthaltsstatus und –ort besitzen, erhalten die Möglichkeit, Verantwortung zu für sich und die Gemeinschaft zu übernehmen. Der biologische Anbau von Kräutern, Obst und Gemüse liefert gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zur gesunden Ernährung.

 Unsere Idee

Die Idee dieses Projektes ist es, (temporären) Flüchtlingsheimen eine einfache, schnell zu errichtende Gartenlösung mit mobilen Beeten anzubieten, die zusammen mit den Geflüchteten aufgebaut und bei Bedarf versetzt oder wieder abgebaut werden können. Auf die Förderung einer aktiven Mitgestaltung seitens der Betroffenen legen wir einen besonderen Schwerpunkt.

 

 

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